Krüger Abwasser-Anlagen GmbH ... Abwassertechnik und Kanalbau, Kläranlagen, Sickergruben, Regenwassernutzung

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Sickerschächte

Untergrundverrieselung


Sickerschächte

Sickerschächte nach DIN 4261 Teil 1 haben im Vereich der sickerfähigen Schicht durchlässige Wände. Eine befestigte Schachtsohle ist nicht erforderlich.
Die lichte Weite beträgt mindestens 1 m. Die aus hydraulischer Sicht erforderliche nutzbare Sickerfläche, d.h. die in der sickerfähigen Schicht liegende durchlässige Fläche der Wände und der Sohle des Schachtes, richtet sich nach der Aufnahmefähigkeit des Bodens und dem Druck, der durch die Wassersäule im Sickerschacht ausgeübt wird. Sie ist aufgrund örtlicher Gegebenheiten durch einen Gelogen zu ermitteln. Fehlt diese, ist je Einwohner mindestens 1 qm Sickerfläche anzusetzen.

Sickerschächte sind im unteren Teil mit Feinkies aufzufüllen. Die oberste Schicht muss aus Sand bestehen, mindestens 0,50 m hoch und gegen Ausspülen durch eine Prallplatte oder ein Filterfließ gesichert sein.

Um eine größere Sickerfläche zu gewinnen, kann eine größere Grube ausgehoben werden. Der den Schacht umgebende Raum im Bereich der gelochten Wände wird ebenfalls mit Feinkies aufgefüllt. Diese Lösung zur Vergrößerung der Sickerfläche ist unter Berücksichtigung des Grundwasserschutzes günstiger zu bewerten als eine Tieferlegung der Schachtsohle.

Der Abstand zwischen der Oberkante der Filterschicht und dem höchsten Grundwasserstand soll mindestens 1,50 m betragen.

Der Absturz zwischen Zulauf und Filterschicht beträgt zur Sicherheit gegen Rückstau mindestens 0,20 m.


Untergrundverrieselung

 

Die Länge der Rohrleitungen zum Verrieseln werden unter Berücksichtigung der Aufnahmefähigkeit des Untergrundes, die in der Regel durch ein hydrogeologisches Gutachten bestimmt wird, bemessen. Pro Einwohner werden nach DIN 4261 Teil 1 mindestens bei

angesetzt. Bei geringerer Aufnahmefähigkeit des Bodens werden die Längen entsprechend erhöht.

Für die Rohrleitungen werden Rohre nach DIN 1180 oder DIN 1187, Form B, mit öffnungen von 1,10 bis 1,50 mm Breite und mindestens DN 100 verwendet. Die Leitungen werden mindestens 0,60 m tief und mit einem Abstand von mindestens 0,60 m über dem höchsten Grundwasserstand verlegt.

Es werden mindestens zwei Stränge, deren Einzellänge 30 m nicht überschreiten soll, mit einem Abstand von 2 m oder mehr angeordnet. Um die gleichmäßige Verteilung auf die einzelnen Stränge sicherzustellen, gehen diese von einem Rieselnetzverteiler aus und sind einzeln abstellbar. Eine stoßweise Beschickung begünstigt eine gleichmäßige Verteilung über die Rohrlänge.

Die Rohrleitungen haben ein Gefälle von 1:500. An den Enden der Leitungen werden Lüftungsrohre eingebaut und gegen das Eindringen von Fremdkörpern geschützt. Gleichhoch liegende Leitungsenden können durch einen Querstrang verbunden und durch eine gemeinsame Lüftungsleitung mit einem Gesamteintrittsquerschnitt von mindestens 175 cm2 belüftet werden.

Die Rohrgräben sollen an der Sohle mindestens 0,50 m breit sein. Die Rohrleitung wird auf einer mindestens 0,10 m dicken Ausgleichsschicht aus Grobsand oder Feinkies verlegt. Die überdeckung sollte mindestens 0,20 m betragen. Zum weiteren Verfüllen des Rohrgrabens wird eine Bodenart verwendet, die das Zuschlämmen der darunter liegenden Schicht verhindert.

Bei Verwendung einer Untergrundverrieselung muss eine Reservefläche, die der vorhandenen Verrieselungsfläche entspricht, zur späteren Nutzung vorgehalten werden. 


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